Liebe Kooperationspartner,

haben Sie das Ergebnis der Bundestagswahl schon verdauen können? Zum Beispiel den Umstand, dass erstmalig nach Ende des 2. Weltkriegs eine in Teilen völkisch-rechtsextreme Partei in den nächsten Deutschen Bundestag als drittstärkste Fraktion einziehen wird?

Für das Institut für Politikberatung & Forschung heißt es vor diesem Hintergrund mehr denn je: Kurs halten! Und zwar v.a. im Hinblick auf die Unterstützung von Kommunen, die ihre demokratischen Strukturen und Akteure vor Ort stärken wollen und damit wichtige Präventionsarbeit gegen Extremismus und Rechtspopulismus leisten. Mittlerweile berät das Institut sieben Kommunen (Städte, Landkreise und Verbandsgemeinden) und zwei Bundesländer im Kontext des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, um die Demokratieentwicklung  in den Regionen zu unterstützen.

In einem aktuellen Beitrag für das Forschungsjournal Soziale Bewegungen habe ich Argumente  zusammengestellt, warum gerade jetzt die verschiedenen „Akteursszenen“ hierzulande verstärkt zusammenarbeiten sollten.  Ich plädiere für deutlich mehr Kooperation der Akteure desjenigen Teils der Zivilgesellschaft, der sich für Bürger-, Minderheiten- und Menschenrechte einsetzt und damit das bürgerschaftliche Engagement als Brücke zwischen den diversen Milieus, Schichten und Gruppen dieser Gesellschaft begreift.

Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und wünsche Ihnen einen guten Start in einen spannenden und erfolgreichen Herbst!

Ihr Martin Rüttgers